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10.04.2011, 12:00 Uhr
Antrag: Ölokologische Kriterien für die Pflege der Grünflächen in Stuttgart
Städte gelten inzwischen als Refugien für verschiedenste Arten, die im durch Intensiv-Landwirtschaft verarmten ländlichen Raum nur noch schlecht leben können. Das gilt sowohl für Pflanzen als auch für Tiere. Im Stadtgebiet gibt es verschiedenste städtische Grünflächen, die bei entsprechend guter Pflege geeignet sind, eine hohe Artenvielfalt in der Stadt zu erhalten.
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04.03.2012, 12:00 Uhr
Regional, saisonal, biologisch
Ohne Mittagessen keine richtige Ganztagsschule – die neue Konzeption für die Ganztagsgrundschule sowie jeder Wandel einer weiterführenden Schule zu einer Ganztagsschule macht es nötig, dass wir uns über die Ernährung unserer Kinder Gedanken machen. Durch den ganztägigen Aufenthalt übernehmen die Schulen auch in Fragen der gesunden Ernährung eine zentrale Aufgabe.
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impressum

Bildung
Qualitativ hochwertige Bildung und Erziehung kann nicht heißen, in blindem Aktionismus auf immer wieder neue Ergebnisse verschiedener Vergleichstests wie PISA, IGLU, usw. zu reagieren. Es müssen Konzepte entwickelt werden, die eine ganzheitliche und konzeptionell aufeinander aufbauende Bildungsbiografie unserer Kinder ermöglichen. Es nutzt nichts, wenn in der Grundschule ganzheitlich und individuell gefördert wird und am Ende doch die Einen im G8 Zug nur noch Wissen „reinpauken“ müssen und die Anderen durch die Ausgliederung auf Haupt- und Realschulen schon viel zu früh auf einen Weg festgelegt werden, der zum Teil wenig Hoffnung auf einen beruflichen Erfolg in der Zukunft gibt.
Qualitativ hochwertige Betreuung vor allem unserer Kleinsten bedeutet, dass insbesondere die 0 bis 3 jährigen eine intensivere individuelle Betreuung brauchen. Frühkindliche Bildung kann nur gelingen wenn Erzieherinnen eine weitergehende Qualifikation erfahren. Denn diese Altersgruppe stellt ganz andere Anforderungen als die Arbeit mit 3 bis 6 jährigen Kindern. Die personelle und fachliche Qualität muss gesichert werden.
Eigentlich selbstverständlich: In Kita, Hort und Schule muss es ein gesundes Mittagessen für alle Kinder geben, unabhängig davon, ob das der Geldbeutel der Eltern hergibt oder nicht. Die Gebäude von Schulen und Kindergärten und das umgebendes Gelände müssen der gesunden Entwicklung unserer Kinder angemessen sein und dementsprechend saniert und erneuert werden.
In Stuttgart gibt es zahlreiche Schulen und Erziehungs- und Betreuungseinrichtungen in Freier Trägerschaft. Sie tragen dazu bei, dass die nötigen Betreuungskapazitäten überhaupt ansatzweise erreciht werden können. Aber sie sind auch Ideenschmiede für neue pädagogische Konzepte, von denen staatliche Institutionen profitieren können. Diese Initiativen sollten gerade in Zeiten des Bildungsnotstands stärker in den Diskurs um die richtigen Konzepte in der Kommune eingebunden werden. Wir können es uns nicht leisten auf Ihre Erfahrungen zu verzichten.
Dazu gehören selbstverständlich auch die Interessen, Ideen und Bedürfnisse von Eltern und Schülern.

Bildung ist kommunale Kernaufgabe
Die Anforderungen an Bildung und Erziehung haben sich gewandelt. Es geht nicht allein um die Vermittlung von Wissen. Die Schule ist zu einem Lebensraum geworden, an dem Bildung und Erziehung, Integration und Sozialisation gleichermaßen an Bedeutung gewonnen haben.
„Angesichts veränderter und komplexer Anforderungen an Schule erweist sich die
herkömmliche Unterscheidung in innere und äußere Angelegenheiten zunehmend als praxisfremd und im Hinblick auf die Lösung schulischer Aufgaben als ungeeignet. Notwendig erscheinen ganzheitliche Konzepte, die nicht schematisch normierten Zuständigkeitsregelungen folgen, sondern die die Bedürfnisse der SchülerInnen in den Mittelpunkt stellen.“ (Zitat Städtetag)

In diesem Sinne muss Bildungspolitik eine kommunale Kernaufgabe sein, weil vor Ort im Diskurs mit allen am Bildungsprozess beteiligten Schule am besten gestaltet werden kann.

Familie
Junge Familien, Mütter, Väter und Ihre Kinder brauchen ein Lebensumfeld, indem sie sich entfalten und persönlich entwickeln können. Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehört vor allem der Ausbau einer qualitativ hochwertigen Ganztagsbetreuung für jede Altersgruppe dazu. Sichere Spielräume und Fußwege in unserem nächsten Lebensumfeld erlauben es unseren Kindern auch Ihre eigenständigen Erfahrungen zu machen. Wenn sie sich selbst auf den Weg machen – ob zur Schule, dem Kindergarten oder am Nachmittag zu Freunden, trägt das zu ihrer gesunden Entwicklung bei und baut ihr Selbstbewusstsein auf. Die Kommune muss dafür sorgen, dass die Wege unserer Kinder so sicher wie möglich werden, um ihre Bewegungsfreiheit zu fördern.

Kultur
Kulturelle Vielfalt bereichert unseren Alltag. Es ist wichtig, dass sich neben den renommierten großen Häusern auch kulturelle Initiativen in unserer direkten Nachbarschaft etablieren können und so die Lebensqualität in den verschiedenen Stadtteilen erhöhen. Kulturelle Bildung ist für Kinder und Jugendliche ein entscheidender Faktor bei der Ausbildung sozialer Kompetenzen und Kreativität. Fähigkeiten, die von der Wirtschaft heute händeringend gesucht werden. Eine lebendige Kulturszene, ob in Film, Kunst, Theater, Musik oder Literatur entsteht durch die Vielfalt der Akteure. Die Kommunalpolitik sollte sie in Ihrem Engagement fördern und so die Lebensqualität vieler Menschen nachhaltig verbessern.

Umweltschutz
In der Umweltpolitik möchte ich das Thema Stadtklima besonders herausgreifen. Möglicherweise bringt der Klimawandel der Stadt Stuttgart bald mediterrane Temperaturen. Was zunächst gut klingt, könnte sich bald als knockout Kriterium für das Leben in der Innenstadt erweisen. Denn die Lage der Stadt im Talkessel, verhindert einen ständigen Luftaustausch. Die warme und schließlich durch Autoabgase verschmutzte Luft hängt im Kessel und verursacht drückendes und schwüles Klima bei hohen Temperaturen. Darüber hinaus auch hohe Ozonwerte und Feinstaubelastung. Eine lebenswerte Umgebung, besonders für Familien sieht anders aus. Deshalb ist es eminent wichtig, die Rahmenpläne zur Bebauung der Hanglagen einzuhalten, damit auch in Zukunft die durchgrünten Zonen als Frischluftschneisen die Stadt belüften und das Leben hier weiter lebenswert bleibt. Es kann nicht angehen, dass nach dem Motto „ein paar gehen ja noch“ ständig neue Häuser in den für das Stadtklima wichtigen Gebieten gebaut werden. Auch im Stuttgarter Norden hat sich mit den Bebauungsplänen für die Parler- und ThomaStraße sowie dem Adolf-Fremdweg gezeigt, dass dem für Stuttgart so wichtige Stadtklima nicht die notwendige Bedeutung eingeräumt wird.